Was versteht man unter Ergotherapie?

Schon früh in der Geschichte haben Ärzte die Kraft des "Schaffens" und des "Tuns" erkannt indem sie ihre Patienten, neben der medizinischen Behandlung, in schöpferische Arbeit eingebunden haben, (z.B. Weben, Töpfern, Gartenbau, etc.).
So konnten die Patienten, trotz ihrer Erkrankung, das Augenmerk nach und nach wieder dem Gesunden und Positiven zuwenden.

Ziel dieser Behandlung ist es, die individuelle, größtmögliche Selbständigkeit der Patienten zurück zu erlangen, zu erarbeiten und zu halten.

Im Laufe der Zeit hat sich die Ergotherapie weiter entwickelt und ist zu einer nicht mehr wegzudenkenden Therapieform in der Pädiatrie, Neurologie, Orthopädie, Psychiatrie und Geriatrie, sowie in der Behindertenarbeit geworden.

Ergotherapie ist eine aktive Behandlungsmaßnahme, die auf medizinischen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen basiert.

Die Ergotherapie richtet sich an Menschen jeglichen Alters. Die Behandlungsbilder sind u.a.:

  • Erkrankung des ZNS und der Sinnesorgane: z.B. Entwicklungsstörungen, Zerebralparesen, Schlaganfall, Schädelhirntraumata
  • Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates: z.B. Rheuma, Muskelerkrankungen, Zustand nach Fraktur, Operation
  • Schädigung des Rückenmarkes und der peripheren Nerven: z.B. Querschnitt, Plexusparese
  • Psychische Störungen: z.B. Verhaltensstörungen, Persönlichkeitsstörungen, AD(H)S, Demenz


Die Therapie wird nach ärztlicher Verordnung im Rahmen einer Einzel- und Gruppentherapie in der Praxis, als Hausbesuch bei Ihnen zu Hause oder in einer Einrichtung durchgeführt.